Peak – die Buchhandlung
Ein Kiez ohne Buchladen ist kein Kiez. Peak - die Buchhandlung. Das ist vor allem Dirk. Er war (fast) schon immer da, nicht im Buchladen, aber in Schöneweide. Ein Junge von hier. An den Buchladen kam er per Zufall. Zum Glück hat sich Dirk dazu entschlossen diesen weiterzuführen, als der Vorbesitzer in den Ruhestand ging, denn ein Kiez ohne Buchladen ist kein Kiez. Den Schwerpunkt von Dirks Buchladen erkennt man auf den ersten Blick: Landkarten, Reiseführer und Reiseliteratur. Die Ausrüstung für den Outdoortrip gibt es beim "Peak" ja auch gleich nebendran. Trotzdem kann der Buchladen auch alles andere: eine kleine Kinder- und Romanabteilung gibt es und was es nicht vor Ort gibt, kann man bestellen.
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Peak – die Buchhandlung

Ein Kiez ohne Buchladen ist kein Kiez

Peak – die Buchhandlung. Das ist vor allem Dirk. Er war (fast) schon immer da, nicht im Buchladen, aber in Schöneweide. Ein Junge von hier. An den Buchladen kam er per Zufall.

Zum Glück hat sich Dirk dazu entschlossen diesen weiterzuführen, als der Vorbesitzer in den Ruhestand ging, denn ein Kiez ohne Buchladen ist kein Kiez. Den Schwerpunkt von Dirks Buchladen erkennt man auf den ersten Blick: Landkarten, Reiseführer und Reiseliteratur. Die Ausrüstung für den Outdoortrip gibt es beim „Peak“ ja auch gleich nebendran. Trotzdem kann der Buchladen auch alles andere: eine kleine Kinder- und Romanabteilung gibt es und was es nicht vor Ort gibt, kann man bestellen. 

Denn Dirk und der Buchladen können alles (und sie können es meist schneller) was ein Onlinehandel auch kann. Das wissen viele nicht, wie mir neulich in einem Gespräch wieder deutlich wurde: „Wie, Du hast kein Amazon-Konto, wie bestellst Du dann deine Bücher?“ – „Also, ich schreibe meinem Buchladen (Dirk) eine E-Mail mit der Bitte mir ein bestimmtes Buch zu bestellen (Anruf geht natürlich auch), einen Tag später hole ich es mir ab.“ 
Zack. Bumm. „Wenn es mal länger dauert, weil das Buch gerade vergriffen ist, bekomme ich eine E-Mail oder Anruf, wann es wieder verfügbar ist.“ Das könnt ihr auch. Das Schöne ist, mit Dirk kann ich auch mal quatschen (das machen Online-Buchhandlungen selten) und er tut alles um mir meinen Buch (rechtzeitig) zu beschaffen. Er war mir sogar bei der Auswahl eines Australien-Auswander Liebesroman für meine Oma eine Hilfe.

Der „Peak“ und sein Buchladen sind essenzieller Bestandteil von Schöneweide. 

PEAK – DieBuchhandlung (gleich neben dem PeakOutdoorladen)
Wilhelminenhofstraße 88
12459 Berlin-Oberschöneweide

Telefon: + 49 – 30 – 53 78 08 46
Fax: + 49 – 30 – 484 98 25 64

E-Mail: post (at) peak-buch.de
oder über den Onlineshop

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr
Sonnabend von 10 bis 16 Uhr

Interview

Und weil Dirk schon fast immer in Schöneweide war und den Wandel des Stadtteils hautnah erlebt hat, haben wir ihm ein paar Fragen gestellt.

Wie kamst Du an PEAK – den Buchladen?
Den Laden habe ich im Dezember 2013 übernommen. Mein Vorgänger, der ihn seit 1998 betrieben und aufgebaut hat, gab ihn aus Altersgründen ab. Mit ihm kam ich irgendwann ins Gespräch darüber und er bat mich, ihn beim suchen eines Nachfolgers zu unterstützen. Ich entschied mich, den Laden selbst zu übernehmen. Schwerpunkt im Sortiment sind ja Landkarten, dafür habe ich mich schon immer begeistert. Es passte also, meine Kinder waren groß und selbstständig, der Laden war es Wert, erhalten zu werden und ich hatte Lust dazu. Ich bin froh, dies getan zu haben, der Kontakt zu so vielen unterschiedlichen Menschen ist eine riesige Bereicherung für mein Leben.

Seit wann lebst Du in Schöneweide?
Ich lebe (mit einer kurzen Unterbrechung) seit 1965 in Oberschöneweide, bin also hier aufgewachsen und noch immer gerne hier. Der Ort hat sich während dieser Zeit stark verändert. Vom heruntergekommenen Industriestandort zum lebendigen Ort, in dem es viele verschiedene Aktivitäten gibt.

Was magst Du – was magst Du nicht an Schöneweide?
Der Zusammenbruch der Industrie Anfang der neunziger Jahre war schon ein starker Einschnitt. Dieser eröffnete jedoch viele, viele Möglichkeiten. Ein Aspekt, der wohl wirklich die Mehrheit als positiv empfindet, ist die Erlebbarkeit der Spree, die bis dahin nur den Fabrikarbeitern vorbehalten war. Für einen durchgängigen Uferweg gibt es seit vielen Jahren eine engagierte Initiative, die gemeinsam mit vielen anderen in der Bügerplattform „SO mit uns“ organisiert ist. Der Vorläufer der Bürgerplattform war seit Ende der neunziger Jahre „Organizing Schöneweide – Menschen verändern ihren Kiez“, der mit jahrelanger Arbeit die Ansiedlung der HTW hier im Ort vorangetrieben hat.
Der von vielen Bewohnern lang ersehnte wiedererbaute Kaisersteg lässt auch sowohl für Ober- als auch für Niederschöneweider den jeweils jenseits der Spree liegenden Ort mehr wahrnehmen. Für viele Zugezogene fühlt sich das ja schon wie ein Kiez an.

Wie nimmst Du die sich aktuelle Veränderung in Schöneweide wahr? Wie wird sich der Stadtteil entwickeln? 
Inzwischen haben sich auch die leeren Hallen und Gebäude wieder mit Leben gefüllt. Der schlechte Ruf, den Oberschöneweide hatte, ist Historie. Es ist schön, den Wandel mit all seinen Vor- und Nachteilen zu beobachten. Ich merke auch im täglichen Geschäft, dass es Zuwanderung von jungen Leuten gibt, die den Ort bereichern. Ich meine genau solche Menschen wie Dich, Leo.
Als mit der AEG die Elektroindustrie hier her kam und den Standort groß machte, war dies zukunftsweisend. Jetzt ist es die Mischung zwischen Bodenständigkeit und Zukunftsorientierung, die das Leben hier so spannend macht.

P.S.
Vor zwei Jahren habe ich meinen Laden auch als Ausstellungsort für „Kunst am Spreeknie“ zur Verfügung gestellt. Rica Rosa nutzte dies für Fotos und Gemälde. Einige Bilder von ihr sind an den Wänden immer noch Blickfang. Dafür danke ich ihr (siehe Foto).   

Text und Fotos: Leo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein aktuelles Lieblingsbuch und natürlich zu erwerben in Peak – Die Buchhandlung: Denkmale in Berlin: Ortsteile Nieder- und OberschöneweideHerausgegeber: Landesdenkmalamt Berlin

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